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Wirksam mitbestimmen bei der Dienstplanung (Teil 2)

Organisation und Verfahren der Dienstplanprüfung im Sozial- und Gesundheitswesen


In vielen Betrieben beginnt die Dienstplanprüfung mit der Vorlage der Dienstpläne. Die Auseinandersetzungen mit dem Arbeitgeber beginnen aber häufig schon weit früher. Streitpunkte sind u.a. der Zeitpunkt der Vorlage, zeitliche/personelle Ressourcen, die technischen Möglichkeiten zur Überprüfung durch die Interessenvertretung (z.B. Zugang zur Dienstplansoftware, zu Fehlerprotokollen) oder auch, ob externe Unterstützung benötigt wird.

Sinnvollerweise schaltet sich die gesetzliche Interessenvertretung im Rahmen ihrer Beteiligungsrechte bereits in den Prozess der Dienstplangestaltung ein, bevor der Dienstplan durch den Arbeitgeber erstellt ist und der Interessenvertretung vorgelegt wird. Nur so kann sie ihre Mitbestimmungsrechte frühzeitig und wirkungsvoll im Sinne der Beschäftigten ausüben. Aber welches ist der richtige Zeitpunkt, und wie regelt man das?

Im Seminar vermitteln wir u.a. Kenntnisse zu den Beteiligungsrechten und Handlungsmöglichkeiten der Interessenvertretung im Rahmen des Verfahrens der Dienstplanprüfung, zum Umgang mit und zur Zulässigkeit von nachträglichen Dienstplanänderungen (z.B. ´Holen aus dem Frei´) sowie zu Fragen der Organisation und Aufgabenverteilung im Gremium.


Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Verfahren der Dienstplanprüfung (u.a. zeitliche, inhaltliche und formale Anforderungen)
  • Aufgaben und Arbeitsteilung im Gremium (Betriebs-/Personalrat, Dienstplanausschuss)
  • Zuständigkeiten (u.a. mehrere Betriebe eines Unternehmens, Personalgestellung)
  • Einsatz von internen und externen Sachverständigen
  • Rechtliche und betriebliche Folgen der Ablehnung von Dienstplänen
  • Umgang mit (kurzfristigen) Dienstplanänderungen, z.B. über Holen aus dem Frei durch Nutzung von (u.a.) WhatsApp-Gruppen
  • Eckpunkte einer Betriebs-/Dienstvereinbarung

Termin:26.08. - 28.08.2019
Seminar-Nr.:1663-1908261
Ort:Brannenburg
Zielgruppe:Betriebs-/Personalratsmitglieder, Mitglieder der Mitarbeitervertretung
Fachbereiche:03
Freistellung:§ 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV
Seminargebühren:810,00 EUR (gem. § 4 Nr. 22a UStG umsatzsteuerbefreit). Hinzu kommen die Kosten der Tagungsstätte. Diese betragen 297,86 EUR inkl. MwSt.
Kontakt:ver.di-b+b-Büro Hessen, Tel. 069 257 824-0