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Arbeiten 4.0: Big Data und Personalmanagement

Folgen für die Beschäftigten und Auswirkungen auf die Arbeit der gesetzlichen Interessenvertretung


Auch in Betrieben werden mittlerweile riesige Datenmengen über die Beschäftigten erfasst und verarbeitet (Big Data). Ziele sind dabei die Optimierung des Betriebsablaufs und die Schaffung verbesserter Entscheidungsgrundlagen für das Personalcontrolling oder die Personaleinsatzplanung.

Ist es möglich, mithilfe von Datenanalysen charakterliche Eigenschaften und Verhaltensweisen von Beschäftigten festzustellen? Kann auf dieser Grundlage entschieden werden, wer am besten zum Unternehmen passt, wer zukünftig Führungsposition einnehmen wird, wer besonders gefördert werden muss, wer gut in welches Team passt und wer vielleicht keine Zukunft im Unternehmen hat? Wird so etwas bereits angewandt?

Was ist datenschutzrechtlich überhaupt zulässig? Ist das Erstellen von Beschäftigtenprofilen zur Verwendung für Personalentscheidungen erlaubt? Welche Rechte und Möglichkeiten hat der Betriebs- bzw. Personalrat, um die Beschäftigten vor unzulässiger Datenerhebung und -auswertung zu schützen?


Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Was versteht man unter ´Big Data´?
  • Anwendungsbereiche von Big Data im Personalmanagement
  • Konsequenzen für Personalentscheidungen, Besetzung von Stellen, Auswahl für Führungsfunktionen oder Teambesetzungen
  • Analyse-/Personalmanagementtools (Einsatzbereiche, Auswirkungen usw.)
  • Rechtliche Zulässigkeit des Arbeitnehmer(innen)-Profilings (EU-DatenschutzgrundVO, BDSG und aktuelle Rechtsprechung)
  • Möglichkeiten der Beschäftigten, gegen unzulässige Datenerhebung vorzugehen
  • Beteiligungsrechte, Ziele und Strategien des Betriebs- bzw. Personalrats bei der Einführung und Verwendung von Analysetools, bei der Erfassung, Speicherung und Nutzung von Personal- und Leistungsdaten

Zielgruppe:Betriebs-/Personalratsmitglieder
Fachbereiche:01-13
Freistellung:§ 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG