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Arbeiten 4.0: Gute agile Projektarbeit

Was versteht man darunter? Welche Auswirkungen hat sie auf die Beschäftigten? Wie ist der Betriebsrat zu beteiligen?


Die enorme Dynamik der Entwicklung der Informationstechnologie führt auch zu Veränderungen in der Arbeitsorganisation der Betriebe. Agile Projektmanagementmethoden werden eingeführt oder ausgeweitet, um schnell und flexibel auf digitale Innovationen, neue Geschäftsmodelle oder auf veränderte Kundenerwartungen reagieren zu können.

Welche Auswirkungen haben diese agilen Methoden auf die Organisation der Arbeit und auf die Arbeitsbedingungen? Wie können die Rechte und sozialen Standards der Beschäftigten geschützt werden, wenn Flexibilität und Selbstorganisation Entgrenzung von Arbeit und Freizeit sowie die Zunahme psychischer Belastungen zur Folge haben?

Ziel des Seminars ist es, gemeinsam zu erarbeiten, wie eine gute agile Projektarbeit unter Beteiligung der gesetzlichen Interessenvertretung erreicht und betrieblich umgesetzt werden kann. Es werden Methoden des agilen Projektmanagements vorgestellt und die Herausforderungen diskutiert, die sich beim Arbeiten in agilen selbstorganisierten Teams stellen. Alternativen und Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten werden dargestellt.


Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Ziele und Formen agilen Projektmanagements aus Arbeitgebersicht
  • Ansätze, Methoden und Ziele von agilen Arbeits-/Projektformen im Betrieb (z.B. Kanban, Scrum, Design Thinking)
  • Einführung von agilen Methoden als betriebliche Veränderungsprozesse (Voraussetzungen, betriebsverfassungsrechtliche Fragen)
  • Erforderliche Personalentwicklungsmaßnahmen
  • Beteiligungsrechte des Betriebsrats bei der Einführung und Durchführung der agilen Methoden (Arbeitszeitmodelle, Nutzung mobiler Endgeräte, Entgeltgestaltung, Überprüfung der Zielerreichung usw.)
  • Berücksichtigung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes
  • Diskussion von möglichen Strategien des Betriebsrats
  • Mögliche Eckpunkte einer Betriebsvereinbarung

Zielgruppe:Betriebsratsmitglieder
Fachbereiche:01-13
Freistellung:§ 37 Abs. 6 BetrVG