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Arbeiten 4.0: Digitale (elektronische) Patientenakte

Beteiligungsrechte und Handlungsmöglichkeiten der gesetzlichen Interessenvertretung


Digitale Patientenakten dienen u.a. der Datenerfassung zur Unterstützung der Diagnostik, der Festlegung von Pflege- und Behandlungszielen, der Abrechnung von Fallkostenpauschalen, der Vernetzung der Patientenversorgung sowie der Steuerung von klinikinternen oder klinikübergreifenden Arbeitsprozessen.

Welche Beschäftigtendaten werden in der digitalen Patientenakte oder an anderer Stelle erfasst? Was passiert mit diesen Daten? Werden diese vom Arbeitgeber zur Verhaltens- oder Leistungskontrolle der Beschäftigten genutzt? Werden die Regelungen zum Beschäftigtendatenschutz eingehalten?

Den Datenschutz zugunsten der Beschäftigten zu gestalten und umzusetzen, ist eine wichtige Aufgabe der gesetzlichen Interessenvertretung. Das Seminar stellt u.a. die rechtlichen Grundlagen des Arbeitnehmerdatenschutzes im Überblick dar und zeigt die Möglichkeiten der Umsetzung eines an den Bedürfnissen der Beschäftigten orientierten Datenschutzsystems - speziell bezogen auf den Einsatz digitaler Patientenakten.


Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Rechtliche Rahmenbedingungen und aktuelle Entwicklungen des Datenschutzes
  • Die digitale Patientenakte als Teil des elektronischen Dokumentenmanagementsystems im Krankenhaus
  • Technische Leistungsmöglichkeiten der digitalen Patientenakte
  • Zulässigkeit und Grenzen einer Verhaltens- und Leistungskontrolle von Beschäftigten
  • Überblick: Digitaler Arbeits- und Gesundheitsschutz
  • Darstellung der Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte der gesetzlichen Interessenvertretung
  • Eckpunkte einer Rahmendienst- bzw. Betriebsvereinbarung zum Datenschutz beim Einsatz und bei der Nutzung von digitalen Patientenakten

Zielgruppe:Betriebs-/Personalratsmitglieder, Mitglieder der Mitarbeitervertretung
Fachbereiche:03
Freistellung:§ 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV