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EU-27

Die EU bestand 1957 noch aus sechs Staaten mit einer Gesamtbevölkerung von 168 Millionen. Zu dieser Zeit wurde ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von insgesamt 144 Mrd. $ erwirtschaftet. Heute besteht die EU aus 27 Ländern mit einer Bevölkerung von insgesamt rund 490 Millionen. Die gesamte Wirtschaftskraft beläuft sich auf 13.626 Mrd. $.

Die folgende Aufstellung zeigt das enorme Wohlfahrtsgefälle innerhalb der EU-27.

EU der 27 - Kerndaten

Land

Bevölkerung

in Mio.

BIP pro Kopf

in Tsd. Euro

Beitrittsjahr

Belgien

10,5

31,1

1957

Bulgarien

7,7

3,5

2007

Dänemark

5,4

42,7

1973

Deutschland

82,5

28,6

1957

Estland

1,3

11,0

2004

Finnland

5,3

33,2

1995

Frankreich

62,9

29,3

1957

Griechenland

11,1

18,7

1981

Großbritannien

60,5

33,0

1973

Irland

4,3

43,4

1973

Italien

58,8

25,9

1957

Lettland

2,3

8,0

2004

Litauen

3,4

7,9

2004

Luxemburg

0,5

75,5

1957

Malta

0,4

12,2

2004

Niederlande

16,3

34,1

1957

&Öuml;sterreich

8,3

32,2

1995

Polen

38,1

7,4

2004

Portugal

10,6

14,8

1986

Rumänien

21,6

5,0

2007

Schweden

9,1

35,4

1995

Slowakei

5,4

8,7

2004

Slowenien

2,0

15,8

2004

Spanien

43,8

23,6

1986

Tschechien

10,3

11,8

2004

Ungarn

10,1

9,1

2004

Zypern

0,8

19,0

2004

Quelle: Handelsblatt vom 23./24./25. März 2007

Die EU ist mittlerweile zweifelsohne ein ökonomischer Riese. Obwohl die Region nur rund zehn Prozent der Weltbevölkerung stellt, wird hier über ein Viertel des gesamten Welt-BIP produziert. Wissenschaftliche Prognosen gehen aber davon aus, dass sich ihre Bedeutung in den nächsten 20 Jahren relativ verringern wird, insbesondere infolge des raschen Wachstums von China und Indien.

EU: Prognose 2010-2030

2010

2030

Anteil an der Weltbevölkerung

in Prozent

10,4

8,4

Anteil am Welt-BIP

in Prozent

26,4

21,5

Anteil am Exportaufkommen

in Prozent

38,4

31,0

Quelle: Handelsblatt vom 23./24./25. März 2007

Einige wichtige Stationen zur EU-27:

  • 1948 unterzeichnen 17 europäische Staaten das Abkommen über die Organisation für Europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit (Organisation for European Economic Cooperation/OEEC). Ihre Aufgabe war die Verteilung der im Marshallplan bestimmten Wirtschaftshilfen und die Verwirklichung einer engeren Zusammenarbeit der beteiligten Länder.
  •  1949 wird der Europarat durch den Londoner Zehnmächtepakt gegründet. Heute gehören dem Europarat 46 Mitgliedsstaaten an.
  • 1951/52 finden sich Frankreich, Italien, die Benelux-Staaten und die Bundesrepublik Deutschland zur Montanunion zusammen.
  • 1954 wird die Westeuropäische Union (WEU) gegründet. Die Gründungsdokumente, die Pariser Verträge, treten am 5. Mai 1955 in Kraft. Die Römischen Verträge besiegeln am 25. März 1957 die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG). Die Gründung erfolgt zum 1.1.1958 und war der bis dahin bedeutendste Schritt auf dem Weg zur wirtschaftlichen und politischen Einigung "Kerneuropas".
  • Im Schengener Abkommen vereinbaren Frankreich, die Benelux-Staaten und die BRD 1985, auf Kontrollen des Personenverkehrs an den gemeinsamen Grenzen zu verzichten.

Dr. Jürgen Glaubitz
(ehemals Abteilungsleiter Wirtschafts- und Strukturpolitik, ver.di-Landesbezirk NRW)

Redaktioneller Stand: April 2007

Quelle: http://www.verdi-bub.de/no_cache/wirtschafts_abc/archiv/eu27/

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