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Das ändert sich 2010
Zum 1. Januar 2010 treten einige gravierende
Veränderungen für die Bürgerinnen und Bürger in Kraft. Wir dokumentieren das Wichtigste
im Überblick:
- Freibeträge: Der steuerliche Grundfreibetrag steigt ab Januar 2010
von 7.834 Euro auf 8.004 Euro für Alleinstehende (Eheleute: 16.009 Euro).
- Geldanlagenberatung: Bei der Beratung zu
Geldanlagen soll mehr Sicherheit für die Kunden entstehen. Die Berater
müssen von nun an ein Protokoll erstellen.
- Kindergeld/Kinderfreibeträge: Hier werden im Rahmen des
Wachstumsbeschleunigungsgesetzes Änderungen vorgenommen (siehe unseren
entsprechenden Beitrag).
- Krankenversicherung: Steuerzahler können zukünftig
Aufwendungen für ihre Kranken- und Pflegeversicherung steuerlich besser
absetzen. Grundlage für diese Neuregelung ist ein Urteil des
Bundesverfassungsgerichts. Diese neue Regelung ist noch von der
Vorgängerregierung erlassen worden. Profitieren werden davon vor allem
„wohlhabende“ Rentner, die seit 2005 auf einen Teil ihrer Bezüge Steuern
zahlen müssen. Sie können nun den Großteil ihrer Beiträge zur Kranken- und
Pflegeversicherung von der Steuer absetzen.
- Kurzarbeitergeld: Der Bezug des Kurzarbeitergeldes wird bis zu
18 Monate verlängert. Für Betriebe, die schon 2009 mit Kurzarbeit begonnen
haben, gilt die Bezugsfrist von 24 Monaten.
- Mehrwertsteuer: Hoteliers und Vermieter von Pensionen müssen weniger
Mehrwertsteuer bezahlen (siehe Wachstumsbeschleunigungsgesetz).
- Pflege: Im Zuge der Pflegereform von 2008 steigen die
Leistungen der Pflegeversicherung.
- Rentenbesteuerung: Bei der Rentenbesteuerung erhöht sich der
steuerpflichtige Rentenanteil von 58 auf 60 Prozent. Dies gilt für alle Neurentner
des Jahres 2010. Grundlage ist das seit 2005 geltende Alterseinkünftegesetz.
- Sozialversicherung: Die Einkommensgrenzen, bis zu denen Beiträge
zur Renten-, Arbeitslosen-, Pflege- und gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt
werden müssen, steigen wie üblich zum 1. Januar (siehe unseren Beitrag
Sozialversicherungsrechengrößen).
Dr. Jürgen Glaubitz
(ehemals
Abteilungsleiter Wirtschafts- und Strukturpolitik, ver.di-Landesbezirk NRW)
Redaktioneller
Stand: Dezember 2009