Springer

Branche

Medien

Unternehmenssitz

Berlin

Rechtsform

Aktiengesellschaft

Axel Springer AG

Bedeutung

Europas größter Zeitungskonzern

Mitglied im SDax

Gründung

1946 (Axel Springer)

Firmengeschichte/Expansion

1952 - Gründung der Bild-Zeitung

1953 - Erwerb von Welt und Welt am Sonntag

1959 - Übernahme der Ullstein AG

1967 - Springer beherrschte (mit rund 40 Prozent) maßgeblich den Zeitungsmarkt

1970 - Umwandlung in eine AG

1985 - Tod von Axel Springer

2006 - Scheitern der Übernahme von ProSiebenSat1

Aktionärsstruktur (Auszug)

Axel Springer Gesellschaft für Publizistik GmbH & Co. (dort 90%ige Mehrheitsaktionärin: Friede Springer): 51,5 %;

Friede Springer: 7,0 % (sie kontrolliert damit mehr als 50 % der stimmberechtigten Aktien)

Axel Springer AG: 9,6 %

Deutsche Bank: 8,4 %

Streubesitz: 23,4 %

Wesentliche Geschäftsfelder (Auszug)

  • Zeitungen (u.a. Bild, Welt, Welt am Sonntag)
  • Zeitschriften (u.a. Hörzu, Funk Uhr, TV Neu)

Zudem besitzt die Axel Springer AG zahlreiche Druckereien und ist am Pressegroßhandel beteiligt

Vorstandsvorsitzender  

Dr. Mathias Döpfner

Aufsichtsratsvorsitzender

Dr. Guiseppe Vita

Stellv. Aufsichtsratsvorsitzende

Friede Springer

Ökonomische Kerndaten (Hauptversammlung 23. April 2010)

 

Ergebnis 2009

Veränderung zum Vorjahr in Prozent

Umsatz

2,61 Mrd. Euro

- 4,3

Jahresüberschuss

313 Mio. Euro

- 45

Dividende

4,40 Euro

0

Beschäftigte

10.740

+ 0,7

 

Anmerkungen:

  • Das Unternehmen hat das von der Wirtschaftskrise gezeichnete Jahr 2009 erstaunlich gut überstanden. Zwar hat die Werbekrise zu einem Rückgang des Gewinns geführt – trotzdem hat aber der Konzern im Stammgeschäft viel Geld verdient (Handelsblatt vom 11.3.2010).
  • Es soll auch in diesem Jahr wieder eine sehr hohe Dividende (4,40 Euro) gezahlt werden – das ist die höchste Dividende, die die Axel Springer AG je gezahlt hat.
  • Gleichzeitig steigen auch die Bezüge der vier Vorstandsmitglieder auf Rekordniveau, nämlich von 13,1 auf 17,7 Mio. Euro.
  • Wachstumspotenziale sieht das Unternehmen vor allem im digitalen Geschäft. Derzeit setzt der Konzern schon rund zwanzig Prozent im Internet um.
  • Der von Friede Springer kontrollierte Konzern war und ist oft im Brennpunkt der Kritik – vor allem wegen der konservativen Grundausrichtung seiner Publikationen.

 

Dr. Jürgen Glaubitz
(ehemals Abteilungsleiter Wirtschafts- und Strukturpolitik, ver.di-Landesbezirk NRW)

Redaktioneller Stand: April 2010