Karstadt
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Branche |
Einzelhandel/Warenhäuser |
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Unternehmenssitz |
Essen |
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Rechtsform |
Karstadt Warenhaus GmbH (bis Mitte 2007 KarstadtQuelle AG) 100-prozentige Tochter der Arcandor AG |
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Vertriebslinien |
91 große Warenhäuser 28 Sporthäuser Premium-Gruppe (KaDeWe, Alsterhaus, Oberpollinger) |
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Gründung und Firmengeschichte |
1881 – Gründung durch Rudolph Karstadt in Wismar 1920 – Aktiengesellschaft 1969 – Essen wird Hauptsitz 1977 – Übernahme der Neckermann Versand AG 1999 – Fusion der Karstadt AG mit Quelle zur KarstadtQuelle AG 2004 – der Konzern befindet sich in massiven finanziellen Schwierigkeiten 2005 – 74 Karstadt-Filialen, 51 SinnLeffers-Modehäuser und die Fachhandelskette Runners Point werden verkauft 2007 – Umbenennung in Arcandor |
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Vorstandsvorsitzender |
Stefan W. Herzberg (Mitglied des Konzernvorstands der Arcandor AG) |
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Aufsichtsratsvorsitzender |
Dr. Karl-Gerhard Eick (Vorstandsvorsitzender der Arcandor AG) |
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Ökonomische Kerndaten - Geschäftsjahr 1.10.2007–30.9.2008 |
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Ergebnis 2008/2007 |
Veränderung zum Vorjahr in Prozent |
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Umsatz |
4,1 Mrd. Euro |
- 3,4 |
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Operatives Ergebnis |
- 4,2 Mio. Euro |
- 151 |
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Beschäftigte |
23.195 |
- 4,6 |
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Anmerkungen:
- Am 9. Juni 2009 hat Arcandor beim Amtsgericht Essen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt. Ziel des Verfahrens sei es, mit einem Insolvenzplan die begonnene Sanierung des Unternehmens und seiner Tochtergesellschaften fortzusetzen und deren Fortbestand zu sichern, so Arcandor in einer Pressemitteilung. Zuvor waren die Anträge auf eine Staatsbürgschaft und auf Rettungsbeihilfe abgelehnt worden.
- "Die Gehälter der Beschäftigten sind für die Monate Juni, Juli und August gesichert. Sie werden durch die Bundesagentur für Arbeit als Insolvenzgeld gezahlt“ (Arcandor-Pressemitteilung vom 9. Juni 2009).
- Ungewiss ist, was aus einem möglichen Zusammengehen der beiden Warenhausunternehmen Kaufhof und Karstadt wird. Ein Treffen der beiden Spitzen von Metro und Arcandor am 7. Juni brachte keine Klarheit. Die Gespräche sollen kurzfristig fortgesetzt werden, heißt es.
- Aus Sicht der stellvertretenden ver.di-Vorsitzenden Margret Mönig-Raane wäre eine Rettung des Unternehmens möglich gewesen. Sie kritisierte scharf, dass die Beiträge sowohl der Eigentümer als auch der Vermieter und der Gläubigerbanken wenig substanziell waren: "Die Beschäftigten haben ihren Beitrag zum vereinbarten Zukunftspakt geleistet und in den vergangenen Jahren auf wesentliche Einkommensbestandteile verzichtet. Ein entsprechend großes Engagement hätten wir auch von den anderen Akteuren erwartet". Mit Blick auf das bevorstehende Insolvenzverfahren forderte Mönig-Raane zügige Verhandlungen und Ergebnisse zu Beschäftigungsperspektiven.
Siehe auch:
Dr. Jürgen Glaubitz
(ehemals Abteilungsleiter
Wirtschafts- und Strukturpolitik, ver.di-Landesbezirk NRW)
Redaktioneller Stand: Juni 2009
