Hennes & Mauritz (H&M)
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Branche |
Textileinzelhandel |
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Rechtsform |
H&M Hennes & Mauritz AB börsennotierte Aktiengesellschaft |
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Konzernzentrale Unternehmenszentrale Deutschland |
Stockholm, Schweden
Hamburg (Hennes & Mauritz B.V. & Co. KG) |
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Gründung |
1947 (durch Erling Persson) |
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Bedeutung |
Weltweit zweitgrößtes Bekleidungsunternehmen |
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Slogan |
„Mode und Qualität zum besten Preis“ |
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H&M international |
Das Unternehmen ist derzeit in 35 Ländern vertreten – Tendenz steigend. Im letzten Geschäftsjahr wurden 250 neue Filialen eröffnet, in Deutschland allein 32. |
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Expansion in Deutschland |
Die erste deutsche Filiale eröffnete 1980 in Hamburg – danach starke Expansion. Standorte: beste Innenstadtlagen in über 200 Städten. Deutschland ist der wichtigste Auslandsmarkt für H&M. |
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Besonderheiten |
H&M ist ein „vertikaler Filialist“ – d.h. die gesamte Wertschöpfungskette von der Produktion bis zum Endverbraucher wird kontrolliert. Das Unternehmen besitzt keine eigenen Produktionsstätten, sondern arbeitet mit rund 700 Herstellern zusammen. |
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Unternehmensleitung |
Karl-Johan Persson (Sohn von Stefan Persson) |
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Aufsichtsratsvorsitzender |
Stefan Persson (Sohn von Erling Persson) |
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Ökonomische Kerndaten (Geschäftsjahr 2008/2009; 30.11.) |
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Umsatz weltweit Umsatz Deutschland |
9,9 Mrd. Euro (+ 14,5 %) ca. 2,5 Mrd. Euro |
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Filialen weltweit Filialen in Deutschland |
1.988 (+ 250) 362 (+ 32) |
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Beschäftigte weltweit Beschäftigte in Deutschland |
53.476 ca. 12.000 |
Anmerkungen:
- Stefan Persson ist lt. Forbes mit einem Vermögen von 14,5 Mrd. US-Dollar der 18.-reichste Mensch der Welt. Persson gehören 31 Prozent der Anteile von H&M.
- H&M ist ein sehr expansives Unternehmen – die Umsatzzuwächse lagen in den letzten Jahren deutlich über denen der Branche. Das Unternehmen stützt sein Wachstum auf Expansion: Der Zuwachs im letzten Geschäftsjahr resultierte im Wesentlichen aus der Eröffnung von 250 neuen Filialen. Im laufenden Geschäftsjahr sollen 240 weitere Filialen hinzukommen.
- Die Gewinnzuwächse lagen in den letzten Jahren jeweils im hohen zweistelligen Bereich. Im Geschäftsjahr 2008/2009 lag der Gewinn bei 783 Mio. Euro (plus 12 %).
- Das enorme Umsatzplus von 14,5 % ist von der gleichen Anzahl Beschäftigter wie im Vorjahr erwirtschaftet worden! H&M eröffnet zwar permanent Filialen – schafft aber keine neuen Jobs.
- H&M fällt immer wieder durch aufwändige Werbekampagnen mit weltbekannten Designern und Popmusikern auf.
- H&M betreibt eine äußerst „sparsame“ Informationspolitik – die wenigen ökonomischen Kennzahlen werden nur in englischer Sprache veröffentlicht.
- Das Unternehmen pflegt einen lockeren Umgangston, man duzt sich vom Chef bis zur Verkäuferin. Hinter den glitzernden Kulissen sieht es aber oft anders aus: Nur in rund einem Viertel der deutschen H&M-Filialen gibt es Betriebsräte. ver.di wirft H&M vor, die Mitbestimmung der Beschäftigten systematisch zu erschweren. Das Unternehmen halte sich in deutschen Niederlassungen nicht an Gesetze, Tarifverträge und Arbeitsschutzmaßnahmen.
- Es werden überwiegend junge Menschen beschäftigt. Die Betriebszugehörigkeit ist relativ kurz, und die Fluktuationsrate entsprechend hoch.
Dr. Jürgen Glaubitz
(ehemals Abteilungsleiter
Wirtschafts- und Strukturpolitik, ver.di-Landesbezirk NRW)
Redaktioneller Stand: Februar 2010
