Diakonie

Branche

Freie Wohlfahrtspflege

(Wohlfahrtsverband der evangelischen Kirche)

Sitz der Zentrale

Stuttgart

Rechtsform

Körperschaft des öffentlichen Rechts

Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland e.V. (DW)

Bedeutung

zweitgrößter Wohlfahrtsverband in Deutschland

Gründung

1848 – durch Johann Hinrich Wichern

Einrichtungen

Zum DW gehören als Mitglieder die Diakonischen Werke der

24 Landeskirchen, 9 Freikirchen und 90 Fachverbände.

Insgesamt handelt es sich um über 27.000 Einrichtungen mit über einer Million Betreuungsplätzen.

Zu den bekanntesten Einrichtungen des DW zählen u.a. die Johanniter-Unfallhilfe und die von-Bodelschwinghschen-Anstalten Bethel

Aufgaben

Das DW organisiert die soziale Arbeit in der evangelischen Kirche („Diakonie“ leitet sich ab von Dienst).

Das Spektrum der Aufgaben reicht von Altenhilfe bis Telefonseelsorge.

Organisation

Die Diakonische Konferenz ist das höchste Beschlussorgan (wählt u.a. die Mitglieder des Diakonischen Rates und den Präsidenten).

Diakonischer Rat (Vorsitzender: Präses Nikolaus Schneider)

Bundesverband (Vorstand)

Diakonische Arbeitsgemeinschaft evangelischer Kirchen

Präsident

Pfarrer Klaus-Dieter Kottnik

Vorstand

Das DW wird von einem vierköpfigen hauptamtlichen Vorstand geleitet – den Vorsitz führt der Präsident.

Daten und Fakten

Hauptamtliche Beschäftigte

ca. 450.000 (344.800 „Vollkräfte“)

Ehrenamtliche Helfer/-innen

ca. 400.000

 

Anmerkungen:

  • ver.di kritisiert den Arbeitgeber Diakonie. Die Gewerkschaft stellt fest: „Obwohl für alle Anbieter sozialer Arbeit die gleichen Refinanzierungsbedingungen gelten, werden wir in der Diakonie schlechter bezahlt. Schlechter als bei Caritas, schlechter als im öffentlichen Dienst, selbst private Anbieter zahlen teilweise mehr“.
  • Die letzte Lohnerhöhung gab es Mitte 2004! Anfang Mai 2009 organisierte ver.di Streiks beim DW in Nordrhein-Westfalen – Ziel ist es, Arbeitsbedingungen auf dem Niveau der Branche durchzusetzen, orientiert am Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD).

Siehe auch:

 

Dr. Jürgen Glaubitz
(ehemals Abteilungsleiter Wirtschafts- und Strukturpolitik, ver.di-Landesbezirk NRW)

Redaktioneller Stand: Mai 2009