Commerzbank

Branche

Finanzdienstleistungen

Unternehmenssitz

Frankfurt/Main

Rechtsform

Aktiengesellschaft

Commerzbank AG

Bedeutung

Mitglied im Dax

Gründung

1870

Aktionärsstruktur

Größter Aktionär ist seit Mitte 2009 der Bund (25 % + eine Aktie); weitere Großaktionäre sind die Allianz und Generali. 60 Prozent der Aktien befinden sich in Streubesitz.

Vorstandsvorsitzender

Martin Blessing

- Vergütung 2009

0,57 Mio. Euro

Aufsichtsratsvorsitzender

Klaus-Peter Müller (ehemals Vorstandsvorsitzender der Commerzbank)

stellv. Aufsichtsratsvorsitzender

Uwe Tschäge (Vorsitzender des GBR)

Ökonomische Kerndaten (Hauptversammlung 19. Mai 2010)

 

Ergebnis 2009

Ergebnis 2008

Bilanzsumme

844 Mrd. Euro

625 Mrd. Euro

Operatives Ergebnis (EBIT)

- 2.270 Mio. Euro

- 378 Mio. Euro

Beschäftigte

31.12.2009

31.12.2008

62.671 (Konzern)

44.227 (AG)

69.418 (Konzern)

45.648 (AG)

 

Anmerkungen:

  • Seit Januar 2009 ist die Commerzbank alleiniger Eigentümer der Dresdner Bank. Die Dresdner Bank soll in der „neuen Commerzbank“ aufgehen. Dies hat u.a. einen Abbau von 9.000 Arbeitsplätzen zur Folge, 6.500 davon im Ausland.
  • 2009 sank die Zahl der Beschäftigten im Commerzbank-Konzern um 6.747.
  • Anfang November 2008 erhielt die Commerzbank Mittel aus dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin) in Höhe von 8,2 Mrd. Euro. Anfang 2009 wurde bekannt, dass sich der Bund für eine umfassende Stützung der Bank im Zuge einer Teilverstaatlichung (in Form weiterer stiller Einlagen) entschieden hat. Diese zweite Tranche wurde von der EU-Kommission gebilligt - gleichzeitig wurden strenge Auflagen festgelegt: Die Bilanzsumme der Commerzbank soll in den nächsten fünf Jahren nahezu halbiert werden; der 2005 übernommene Immobilienfinanzierer Eurohypo soll innerhalb von fünf Jahren verkauft werden; darüber hinaus sollen weitere Beteiligungen abgestoßen werden. Zukäufe sind in den nächsten drei Jahren generell ausgeschlossen. Die Vorstandsgehälter werden staatlich festgelegt.
  • Im März 2009 bildete die Commerzbank eine eigene interne Bad Bank, in die schlechte Wertpapiere ausgelagert werden.
  • Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte das Unternehmen einen riesigen Verlust. Ursachen dafür sind „Integrationslasten, hohe Vorsorge für faule Kredite und Abschreibungen auf toxische Wertpapiere“ (Handelsblatt vom 24.02.2010).

 

Dr. Jürgen Glaubitz
(ehemals Abteilungsleiter Wirtschafts- und Strukturpolitik, ver.di-Landesbezirk NRW)

Redaktioneller Stand: April 2010