C&A Brenninkmeijer (C&A)
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Branche |
Textileinzelhandel |
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Gründung |
1841 von den Brüdern Clemens und August Brenninkmeijer (daher C & A) in Sneek, Niederlande |
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Sitz der Holding |
Zug (Schweiz) |
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Operative Zentralen |
Brüssel und Düsseldorf |
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Cofra-Holding |
Die verschiedenen ökonomischen Aktivitäten wurden 2001 unter dem Dach der Cofra Holding AG zusammengefasst. Deren Sitz ist Zug.
Die Cofra-Holding steuert die Konzernaktivitäten Handel, Immobilien, Private-Equity und Finanzdienstleistungen. |
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Gremien der Cofra-Holding
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Der Supervisory Board („Aufsichtsrat“) bildet das entscheidende strategische Gremium. Ihm gehören acht Personen an, vier davon tragen den Namen Brenninkmeijer. Vorsitzender: Erik Brenninkmeijer.
Für das laufende Geschäft der Cofra-Gruppe ist das Management Team verantwortlich. Vorsitzender: Stan Brenninkmeijer (ein weiteres Mitglied ist Erik Brenninkmeijer). |
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Eigentumsverhältnisse |
Eigentümer der Cofra sind die Mitglieder der Familie Brenninkmeijer. |
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C&A Handelsgruppe |
Die Handelsgruppe ist regional gegliedert in:
Weltweit
umfasst das Filialnetz derzeit |
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C&A Europa |
C&A ist in 19 Ländern Europas präsent. Der wichtigste Markt ist Deutschland. Leitung der Europa-Zentrale: Lucas Brenninkmeijer |
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C&A Deutschland |
C&A Mode KG Sitz: Düsseldorf Leitung: Dominic Brenninkmeijer |
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Expansion in Deutschland |
Eröffnung des ersten Hauses 1911 in Berlin – heute stellt Deutschland rund 50 Prozent des C&A-Gesamtumsatzes. In Deutschland gibt es derzeit 388 C&A-Filialen, 66 Kids Stores und 23 Kids/Women Stores. |
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Ökonomische Kerndaten (Geschäftsjahr 2009/2010) |
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Umsatz Europa Umsatz Deutschland |
6,3 Mrd. Euro (+/- 0 %) 2,9 Mrd. Euro (+ 0,2 %) |
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Beschäftigte Europa Beschäftigte in Deutschland |
ca. 35.000 ca. 17.000 (Angaben für 2008) |
Anmerkungen:
- C&A ist ein deutsch-niederländisches Familienunternehmen. Die Familie Brenninkmeijer ist mit 500 Mitgliedern eine der größten Unternehmerfamilien überhaupt. Die Familie meidet die Öffentlichkeit, ist verschwiegen, sparsam und streng katholisch.
- Nach wenigen Jahren einer gewissen Offenheit verschweigt das Unternehmen nun wieder seine Ertragszahlen – es gibt nur ganz wenige ökonomische Kerndaten.
- Aufgrund ihrer Verschlossenheit wurde die Familie Brenninkmeijer auch schon als „Sekte von Männern ohne Gesicht“ oder als „katholischer Geheimbund“ beschrieben.
- Zwischen 50 und 60 Familienmitglieder sind im operativen Geschäft tätig. „Alle Leitungsfunktionen unterliegen dem besonderen Brenninkmeijer-Modell: Die Nachkommen erben keine Anteile, sie müssen sich ihr Vermögen erarbeiten“ (Rheinische Post vom 30.12.2008). Wer welche Anteile besitzt oder wie die Nachfolge geregelt ist, ist „vertraulich“.
- Mit 25 Milliarden Euro Vermögen zählt die Familie Brenninkmeijer zu den reichsten Familien der Welt.
- Bis Anfang der 1990er Jahre war C&A in Deutschland unangefochten Marktführer im Textileinzelhandel. In den 1990er Jahren hat die Firma massiv Umsatz und Marktanteile verloren. In der Folge kam es zu einem tiefgreifenden Umbau des Unternehmens: Manager wurden entlassen, Filialen geschlossen, Personal abgebaut, eine Europa-Zentrale gegründet, die Cofra Holding gebildet.
- Seit einigen Jahren ist C&A wieder auf Wachstumskurs. Allerdings wird Umsatzwachstum i.d.R. nur durch die Neueröffnung von Filialen „erwirtschaftet“.
- Im letzten Jahr blieb der Umsatz im Europa-Geschäft konstant – im gleichen Zeitraum wurden aber 92 neue Filialen eröffnet.
- Das Experiment mit der Billig-Kette Avanti, mit der C&A den Textildiscountern Kik und Takko Konkurrenz machen wollte, wurde nach nur 1 ½ Jahren wieder beendet.
Dr. Jürgen Glaubitz
(ehemals
Abteilungsleiter Wirtschafts- und Strukturpolitik, ver.di-Landesbezirk NRW)
Redaktioneller Stand: Mai 2010
